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Wie kann Schule unter Corona-Bedingungen gelingen? Welche Erfahrungen haben die Oberlandschulen gemacht?

Pressemitteilung: Andreas Krahl, MdL, Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

Weilheim, Freitag, 25.9.2020

Wie kann Schule unter Corona-Bedingungen gelingen und welche Erfahrungen haben die Oberlandschulen während der Schulschließung gesammelt? Darüber unterhielt sich Landtagsabgeordneter Andreas Krahl am vergangenen Freitag mit den Schulleiterinnen der Oberlandschulen.

Die allermeisten Schüler*innen dort hatten während der Schließung einen entscheidenden Vorteil: ab der Mittelstufe stellt die Schule allen Schülern und Schülerinnen internetfähige mobile Endgeräte zur Verfügung. Auch in der Kommunikation mit den Eltern waren die Oberlandschulen von Grund auf gut aufgestellt: die Mailadressen lagen bereits vor, denn der klassische Elternbrief verschwinden hier nicht als Kopie unter den Brotdosen, sondern landet grundsätzlich direkt im elterlichen Posteingang.
„Lernen zu Hause“ hatte also hier einen gewissen Vorsprung. Diese Infrastruktur kommt jetzt auch den Schüler*innen zugute, die entweder selbst zur Hochrisikogruppe gehören oder schwer erkrankte Angehörige zu Hause haben: Sie werden derzeit in einer Hybrid-Lösung betreut und nehmen einerseits über Webcam am Unterricht teil und werden gleichzeitig via Mebis mit weiterführenden Materialien versorgt.

Während der allgemeinen Maskenpflicht auch im Unterricht haben die Schulen noch keinen Mittagstisch und keinen Nachmittagsbetrieb angeboten. Beides konnte inzwischen Dank Einbahnregelung, Essen zu unterschiedlichen Zeiten und Hygienekonzepten wieder aufgenommen werden.

Einen eindringlichen Apell an die Politik richtete Schulleiterin Frau Krabler für ihre Wirtschaftsschule, die sie gegenüber anderen Schulformen benachteiligt sieht. Durch den Start ab der sechsten Klasse mutet der Freistaat den Familien, die diese Schulform bevorzugen würden, einen weiteren Schulwechsel zu. Das schreckt potentielle Schüler*innen ab und sorgt für sinkende Nachfrage. Die Wirtschaftsschule ist die älteste Schule der Oberlandschulen, die außerdem ein Wirtschaftsgymnasium und gleich zwei Berufsfachschulen beherbergt.

Nach dem Gespräch stellte sich Herr Krahl den Fragen von rund 50 Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe und der Abschlussklassen der anderen Schulen. Vorrangig drehten sich hierbei die Gespräche um den Klimaschutz: Mobilität, Tierhaltung, erneuerbare Energien: Die Schüler*innen waren gut vorbereitet und interessiert. „Diskussionen mit Schülern und Schülerinnen gehören mit zu meinen liebsten Terminen“, verrät Andreas Krahl. „Die Jugendlichen sind sehr interessiert, bestens informiert und sie haben keine Scheu, auch unbequeme Fragen zu stellen. Das ist motivierend, inspirierend und lässt mich voller Zuversicht in die Zukunft blicken.“

Andreas Krahl Oberlandschulen

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