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Tag der Kinderbetreuung – Einmal im Jahr „Merci“ reicht nicht

Zum Tag der Kinderbetreuung hat Andreas Krahl, Pflegepolitischer und Senior*innenpolitischer Sprecher von B90/Die Grünen im bayerischen Landtag, drei Kindertagesstätten in Oberammergau und Weilheim besucht und mit ErzieherInnen vor Ort gesprochen über Arbeitsbedingungen und Perspektiven des Berufsfelds – insbesondere in Anbetracht des niedrigen Gehaltsniveaus dieser Beschäftigtengruppen.

Immer noch werden in den Kindertagesstätten angestellte ErzieherInnen und sozialpädagogische Fachkräfte nicht angemessen bezahlt. Seitens der Politik, aber auch der Gesellschaft fehlt die Wertschätzung des Berufsbilds gemessen an der gesellschaftlichen Relevanz und der Verantwortung der Berufstätigen in den Sozial- und Erziehungseinrichtungen.

Auch bezüglich der Fördermittel und Bezahlung der Beschäftigten in der frühkindlichen Betreuung gibt es nach wie vor großes Verbesserungspotenzial. Gerade die Qualität in den Kindergärten muss steigen. Das erreichen wir nur mit einer Aufwertung des Berufes der Erzieher*innen. Die gesellschaftliche, öffentliche Wahrnehmung des Berufsbilds, so Krahl, muss dem Berufsbild der ErzieherInnen die Wertschätzung entgegenbringen, die anderen Berufen so selbstverständlich ist. Damit einher geht auch die Forderung einer besseren und vergleichbaren Bezahlung mit anderen Berufen: Das Gehaltsniveau liegt unterhalb dessen, was in anderen Berufsfeldern mit vergleichbaren Ausbildungswegen verdient wird. Nicht zuletzt hierdurch sinkt die Attraktivität des Berufsbilds erheblich.

Andreas Krahl tauschte sich in den Gesprächen vor Ort aus zum Thema der Akademisierung der Ausbildung. Die Qualität und Professionalisierung der Ausbildung entscheidet auch über das Sozialprestige des Berufs und die Einkommensentwicklungen.

Krahls Botschaft richtet sich im Namen aller Beschäftigten an die Politik: „Es reicht nicht, von Seiten der PolitikerInnen zu einem „Tag der Kinderbetreuung“ vor Ort Hände zu schütteln und damit einmal im Jahr Danke zu sagen. Damit ist nichts getan und nichts erreicht – weder für die Beschäftigten noch im Nachgang für die Qualität der Kinderbetreuung.“ Um seiner Botschaft mehr Gehör zu verschaffen, griff der Abgeordnete des Bayerischen Landtags zum Megafon: „Damit unsere Forderungen gehört werden! Die Politik muss nun adäquat handeln und bessere Bedingungen schaffen!“v

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