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Schlechter Stil

Andreas Krahl kritisiert Standortverlagerungs-Drohung des Wacker-Vorstandschefs Rudolf Staudigl
München (20.3.2019/hl). Der Stimmkreis-Betreuungsabgeordnete der Landtags-Grünen für das bayerische Chemiedreieck, Andreas Krahl, verwahrt sich gegen „plumpe Erpressungsversuche“ des Wacker-Vorstandschefs Rudolf Staudigl. Dieser droht über die Medien, den Firmenstandort Burghausen bei weiter steigenden Strompreisen aufzugeben und in die USA zu verlagern. Andreas Krahl: „Abgesehen davon, dass stromintensive Betriebe wie Wacker von der EEG-Umlage befreit sind und ihren Strombedarf günstiger als andere Unternehmen decken können, ist diese unverhohlene Drohung schlechter Stil.“

Wacker profitiere in Deutschland zudem von einer Reihe anderer positiver Standortfaktoren, die eine Produktion hierzulande für viele Unternehmen weiter attraktiv mache. „In Zeiten eines Donald Trump als US-Präsident halte ich hingegen Investitionen in den USA für riskantes Roulettespiel“, so Andreas Krahl. Zudem fahre Wacker abseits der weltweit schwierigen Photovoltaiksparte in anderen Bereichen (Polymer) gute Gewinne ein.

Andreas Krahl: „Ich gebe Herrn Staudigl recht, dass die Söder-Regierung in Bayern ebenso wie die Große Koalition im Bund die ökologische Energiewende konsequenter vorantreiben muss. Ich verurteile es aber, wenn solche notwendigen Debatten auf dem Rücken von abhängig Beschäftigten und mit einem überzogenen Droharsenal gegen den Wirtschaftsstandort Bayern geführt werden. Ich hoffe auf Einsicht bei Herrn Staudigl.“

Weitere Infos:

Pressemitteilung der Wacker AG

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