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Kommunale Pflege- und Quartiersentwicklung

Kaum ein Thema wird so emotional besprochen wie die Pflege. Das ist nur wenig verwunderlich: Pflege geht uns alle an. Wer nicht unmittelbar betroffen ist, könnte es zukünftig werden. Viele kennen zumindest Familien, in denen Pflege ein beherrschender Teil des Alltags ist.

70 % aller Pflegebedürftigen leben zu Hause in ihrem angestammten soziokulturellen Raum. Die meisten nehmen Betreuung durch Angehörige in Anspruch. Ergänzende professionelle Unterstützung durch mobile Pflegedienste oder teilstationäre Angebote, wie Tagespflege, erreichen nur wenig Betroffene. Die betreuenden Angehörigen sind nicht selten gezwungen, die eigene Erwerbsarbeit hinten anzustellen oder ganz aufzugeben. Ausgleichszahlungen oder ein Rückkehrrecht in Vollzeit sind so gut wie nicht vorgesehen. Für die Betreuungspersonen, zumeist Frauen, bedeutet dies einen weiteren Schritt in Richtung Altersarmut. Die Pflegebedürftigen bleiben ohne Pflegeplanung und professionelle Unterstützung hinter ihren individuellen Möglichkeiten zurück.

• Was kann eine gut organisierte kommunale Unterstützung leisten?
• Welchen Nutzen haben die von der Landesregierung seit 2008 versprochenen Pflegestützpunkte und wie könnten wir diese sinnvoll aufwerten und ausstatten?
• Welche Konzepte der Quartiersentwicklung müssen wir in Zukunft, angesichts des demografischen Wandels und des steigenden Pflegebedarfes mitdenken?
• Welche Wohnkonzepte für Pflegebedürftige gibt es bereits und was ist darüber hinaus vorstellbar?

Lassen wir niemanden mehr in Überforderung zurück! Denken wir neu und planen wir unser Umfeld um, damit wir den Herausforderungen der Zukunft vorbereitet entgegensehen können.

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