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Kommentar: Sand im christlich-sozialen Getriebe.

Da ist aber ganz schön viel Sand im Getriebe:

Erst im Februar bildete Ministerpräsident Markus Söder sein Kabinett um und gab dabei vollkommen unumwunden zu, dass er das für die „Schicksalswahl 2023“ tut.
Partei vor Freistaat, Wahlkampf vor Kabinett.
Weil dabei sein bewährter Wadlbeißer Markus Blume vom Generalsekretär zum Staatsminister erhoben wurde, musste hier ein vakanter Posten nachbesetzt werden.
Nur 10 Wochen später ist der Stuhl wieder frei. Der scheidende Generalsekretär Stephan Mayer zieht sich auf gesundheitliche Probleme zurück und gibt zähneknirschend zu, sich bei einem Journalisten der Bunten im Ton vergriffen zu haben:
„Ich werde Sie vernichten. Ich werde Sie ausfindig machen, ich verfolge Sie bis ans Ende Ihres Lebens. Ich verlange 200.000 Euro Schmerzensgeld, die müssen Sie mir noch heute überweisen.“
Ministerpräsident Söder rügt das immerhin als „inakzeptabel“, spricht aber gleichzeitig von einer „menschlichen Tragödie“ und wünscht Herrn Mayer, und wohl der ganzen Partei, vor allem „gute Besserung“.
Ein weiterer Grund, warum der vielbeschworene Aufbruch vorerst ein Abbruch bleibt.
Aber nochmal zurück zur „Schicksalswahl“: Ich seh‘ da ja allen Bemühungen zum Trotz (oder gerade deswegen) recht wenig Schwarz in der Zukunft unseres Freistaates.

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