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Kinderarbeit verletzt Menschenrechte.

Sie schuften auf Müllhalden, Plantagen oder in Minen bis zur Erschöpfung. Sie werden in der Kinderprostitution versklavt. Sie können nicht zur Schule oder mit Gleichaltrigen spielen gehen. Sie dürfen sich nicht als eigenständige Persönlichkeiten entwickeln. Die Arbeit ist Raubbau an Körper und Seele.

Kinderarbeit verletzt Menschenrechte. Weltweit „arbeiten“ 152 Millionen* Kinder unter lebensgefährlichen, schlimmsten und unvorstellbaren Bedingungen. Sie werden ausgebeutet in Sklaverei und Zwangsarbeit, als Soldat*innen werden sie gezwungen zu töten.
Sie werden misshandelt, vergewaltigt und ermordet. Zehntausende sterben jährlich durch Arbeitsunfälle. Das Leid, das sie durchleben, ist nicht in Worte zu fassen. Für billige Klamotten, Kakao, Kaffee, Rohstoffe.

Für die Bekämpfung der Kinderarbeit gibt es keine einfachen Lösungen. Konsumboykotte und Einfuhrverbote lösen das Problem nicht. Sie führen die Familien in noch prekärere Situationen und die Kinder werden nur von einer Arbeitsstelle zur nächsten gereicht. Sie werden noch unsichtbarer gemacht, damit sich Konsument*innen nicht unwohl fühlen.

Die wirtschaftliche Situation der Familien muss sich nachhaltig verbessern. Die Löhne der Eltern müssen ausreichen. Erst dann werden Kinder nicht mehr schuften müssen.
Ein Lieferkettengesetz mit konsequenten Kontrollen würde den Druck erhöhen und Transparenz schaffen.
Fairtrade Siegel können nur ein Anfang sein, sie reichen einfach nicht. Das Problem ist zu gewaltig, um die Verantwortung allein auf Konsument*innen abzuwälzen.

Der Kampf gegen die Ausbeutung und Gewalt an Kindern ist eine Aufgabe für uns alle. Für diesen Kampf brauchen wir die politischen Rahmenbedingungen und Verantwortungsgefühl.

 

*Quelle: International Labour Office
Foto: Adobe Stock Fotos

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