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Internationaler Tag der UN Friedenstruppen

Der Traum vom Frieden

Die wichtigste Aufgaben der Vereinten Nationen ist die Sicherung des Friedens. Überall auf der Welt. Das setzt nicht nur einen riesengroßen Optimismus voraus, das braucht vor allem einen langen Atem. Die ersten Bemühungen um einen Völkerbund für Abrüstung und die friedliche Regelung internationaler Konflikte geht auf die Haager Friedenskonferenzen von 1899 und 1907 zurück.
Diesem Bestreben folgten zwei Weltkriege, unvorstellbares Leid und mit der Schoah der Bruch unserer Zivilisation.
Am 26. Juni 1945, unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg unterzeichneten 50 von 51 Gründungsstaaten die Charta der Vereinten Nationen und gaben sich damit eine gemeinsame Verfassung. Es folgte die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Gründung des UNHCR und zahlreiche Friedenseinsätze. Seit 2011 zählt die UN 193 Mitglieder.

Frieden für Alle?

Dass jedoch Frauen und Mädchen in Friedensprozessen besonders betrachtet werden, ihre Bedürfnisse bei Friedensverhandlungen berücksichtigt werden und ihre Stimmen an den Verhandlungstischen gehört werden, dauerte bis zum Jahr 2000. (UN Resolution 1325)
Es dauerte weitere acht Jahre, bis sexuelle Gewalt (gegen Frauen, Kinder und Männer) in Konflikten als Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt werden und den Mitgliedsstaaten die Strafverfolgung der Täter auferlegt wird. (UN Resolution 1820 und 1888)
2009 unterstreicht die UN in einer weiteren Resolution die Notwendigkeit Frauen an Friedensverhandlungen zu beteiligen. (UN Resolution 1889)

Erschütternd spät

Die Einbeziehung der feministischen Perspektive kam erschütternd spät und die Umsetzung der genannten Resolutionen ist noch längst nicht am Ziel. Dass sich die Bemühungen für alle bezahlt machen, zeigt nichts eindrücklicher als das:
„Werden Frauen in Friedensprozesse einbezogen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Abkommen mindestens zwei Jahre Bestand hat um 20%. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Abkommen mindestens 15 Jahre lang eingehalten wird, steigt sogar um 35 %.“
(Quelle: https://www.unwomen.de/informieren/beteiligung-von-frauen-an-allen-aspekten-von-friedens-und-sicherheitspolitik/frauen-und-ihre-rolle-in-friedensprozessen.html)

Auch für den Frieden ist es also klug und richtig, die Hälfte der Verantwortung der Hälfte der Menschen zu übertragen! Das bringt uns dem Traum vom Frieden ein gutes Stück näher.

 

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