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Gute Gespräche für beste Ideen

So oft sich die Gelegenheit bietet, führe ich Gespräche mit Studierenden und Schüler*innen.
Besonders spannend ist das, wenn ich auf die Fachleute von morgen treffe, die sich mit den selben Fragen wie ich beschäftigen.

Welche Herausforderungen ergeben sich durch den demographischen Wandel?

Bereits heute leben in Bayern 400.000 Menschen, die nicht ohne Hilfe durch den Alltag kommen. Tendenz stark steigend. Unsere stationären Einrichtungen arbeiten bereits jetzt am Limit: viel zu wenig Pflegepersonen kümmern sich um viel zu viele Senior*innen. Dabei steigen die Ansprüche stetig.
Der Zwang zu wirtschaftlichem Erfolg macht es den Träger*innen zusätzlich schwer.

Wie zeitgemäß ist die stationäre Altenpflege noch?

Ganz klar: nicht jede*r möchte stationär betreut und versorgt werden. Was dem einen Sicherheit gibt, ist der anderen ein Graus. Für ein selbst bestimmtes Leben im Alter brauchen wir neue Möglichkeiten und Angebote. Wohngruppen und -Gemeinschaften, die individuell auf die Bedürfnisse eingehen können und den Menschen ein Leben in gewohnter Umgebung ermöglichen.

Und die häusliche Betreuung durch Angehörige?

Der demographische Wandel wirkt sich ja nicht nur im Mangel an Pflegepersonen aus. Viele Gewerke und Berufsbilder schlagen sich bereits heute mit Nachwuchssorgen herum. Wie lange kann es sich unsere Gesellschaft noch leisten, qualifizierte Fachkräfte an unbezahlte Care-Arbeit zu verlieren? Und vor allem: was bedeutet das für die, die diese Arbeit ganz überwiegend leisten? Altersarmut ist weiblich. Und Frauen werden im Schnitt älter als Männer. Geschlechtergerechtigkeit ist auch ein Thema der Senior*innenpolitik.

Danke an die Studierenden der Universität Würzburg-Schweinfurt

für eure Zeit, eure Ideen und die Diskussion!

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