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Grüne fordern Taktverdichtung auf der Werdenfelsbahn

Mehr Menschen für den Schienenpersonennahverkehr zu begeistern ist aus vielen Gründen sinnvoll: niemand hat Lust, seine wertvolle Zeit im Stau oder bei der verzweifelten Suche nach einem Parkplatz zu verbringen. Auf dem Weg zur Arbeit nicht und schon gar nicht in der Freizeit. Die Vorteile für die Umwelt liegen ohnehin auf der Hand.

Gleichzeitig hat aber auch niemand Lust, eine geschlagene Stunde am Bahnhof zu warten, um sich dann in einen vollkommen überfüllten Pendlerzug zu quetschen.
Das gilt in Garmisch-Partenkirchen und in Kochel ebenso wie in der Landeshauptstadt. „Zeitgemäße Mobilität ist bequem und auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt“, findet Dr. Markus Büchler, der Sprecher für Mobilität der Grünen Landtagsfraktion und fordert deswegen die Staatsregierung auf, im Bereich der Oberlandbahn und der Werdenfelsbahn gehörig nachzubessern: „mehr Fahrzeuge und damit mehr Kapazität ermöglichen die Ausweitung des Taktes der Kochelseebahn. Auch zwischen München und Garmisch-Partenkirchen bzw. Kochel müssen wir angesichts der stetig steigenden Nachfrage durch Pendler*innen dringend nachlegen und die Takte, wo immer es technisch möglich ist, erhöhen. Im Rahmen der Neuausschreibungen bei der Werdenfelsbahn und der BOB können Ausweichstrecken zwischen einzelnen Haltepunkten, etwas Holzkirchen und Lenggries, ausgewiesen werden.“

Stimmkreisabgeordnete: „Wichtiger und längst überfälliger Schritt!“

Mehr Schienenpersonennahverkehr in ihren Landkreisen: das begrüßen auch die Landtagskollegen Andreas Krahl und Hans Urban. „Gerade zu den Bürozeiten und an schönen Wochenenden sind die Straßen in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau verstopft. Das frustriert die Ausflügler*innen und ist eine Zumutung für die Anwohner, nicht selten führen die vielbefahrenen Bundes- und Staatsstraßen mitten durch eine Ortschaft“, sind sich beide einig. „So sehr Oberbayern durch seine einzigartige Landschaft profitiert, so sehr leiden die Menschen in den Staus. Viele Bürger*innen arbeiten zudem in München oder in den Nachbarlandkreisen. Die Ansprüche an Mobilität wachsen auch im Oberland stetig, dem muss die Staatsregierung endlich Rechnung tragen. Gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land darf gerade beim Thema Mobilität kein leeres Versprechen bleiben“, finden Hans Urban und Andreas Krahl.

Krahl: „Das ist eine ernsthafte Alternative zur Weilheimer Umfahrung!“

„Die Zukunft der Mobilität liegt nicht im Individualverkehr. Verkehrsexpert*innen wissen es längst: wer Straßen baut, wird Staus ernten! Wir können den Herausforderungen von morgen doch nicht mit den Konzepten von vorgestern begegnen! Der Bau weiterer Straßen, ob als Umgehung durch ein Naturschutzgebiet oder als schier unbezahlbare Tunnellösung ist eine immense Steuergeldverschwendung zu Lasten aller und zum Nutzen weniger. Daher mein eindringlicher Appell auch und gerade für Weilheim: mehr Geld für die Schiene! Keine Straßen durch unsere unersetzbare Natur und keine Tunnel mit Geld, das sinnvoller investiert werden muss!“ wendet sich Andreas Krahl mit Blick auf seinen Stimmkreis erneut an die zuständigen Verkehrsminister im Land und im Bund.

Antrag der Landtagsfraktion zum Ausbau der Werdenfels-Bahn

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