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Eqaul Pay Day 2019

Die Forderung nach einer Selbstverständlichkeit

Unsere Gesellschaft beruht auf einer arbeitsteiligen Gemeinschaft. Jeder bringt nach Kräften das ein, was er oder sie* kann. Bei der Wahl des Berufes denken die Menschen an vieles gleichzeitig: was sind meine Stärken? Wo liegen meine Talente? Was möchte ich vielleicht auch in 20 Jahren noch tun? Womit kann ich mich und meine Familie ernähren? Wie können wir gut leben?
Wer dann Arbeit gefunden hat, sollte angemessen entlohnt werden. Wer denselben Job erledigt, bekommt auch dasselbe Gehalt. So sollte es zumindest sein. Leider stimmt das aber nicht.

76 Tage Arbeit für lau?

Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen betragen derzeit immer noch durchschnittlich 21%. Bei gleichwertiger Arbeit.
An alle Männer: Ihre Kollegin hat also im Vergleich zu Ihnen ziemlich wahrscheinlich bis heute ohne Einkommen genau das getan, wofür Sie bereits drei volle Monatsgehälter auf dem Konto haben.
Gerechtigkeit geht anders.

Ungleichheit in allen Bereichen

Selbst in Berufen, in denen traditionell mehr Frauen als Männer arbeiten, bekommt Männer das bessere Gehalt: in der professionellen Pflege verdienen Kolleginnen weniger als Kollegen. Erzieherinnen müssen den Gürtel enger schnallen, als Erzieher. Vertrieblerinnen arbeiten für das Gleiche Geld länger.
Nochmal: bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation!

Karriere? Von gläsernen Decken und Seilschaften

Frauen verdienen nicht nur weniger, sie sehen viel zu oft vollkommen machtlos die männlichen Kollegen an sich vorbei ziehen. Thomas befördert Thomas, während Sofie keine Kinderbetreuung findet. Hans trifft sich mit Hans an der Bar, während Anne als zickig gilt, weil sie nicht über Herrenwitze lacht. Katrin wird nicht befördert, weil sie vielleicht mal Mutter werden möchte. Die gläserne Decke für Frauen wirkt wie eine Membran: der osmotische Sog ist männlich.

Und weiter?

Es ist ungerecht, es ist schäbig und es kommt unserer Gesellschaft teuer zu stehen: Menschen, die zu wenig verdienen, zahlen weniger Steuern und bekommen am Ende zu wenig Rente. Am Ende reißt uns der Gender-Pay-Gap ein Loch in die Kasse und greift schließlich noch mal satt rein. Die betroffenen Frauen werden zu Bittstellerinnen. Leistung lohnt sich eben mehr, wenn man ein Mann ist.

Schluss mit dem Wahnsinn!

 

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