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Die CSU investiert ins Gestern, als ob es kein Morgen gäbe!

20.01.2020, Eschenlohe, Landkreis GAP: Die Freigabe von 108 Millionen Euro für den Ausbau der B2 inklusive Auerbergtunnel bei Eschenlohe sorgte am vergangenen Samstag nicht nur für Freude in Eschenlohe, sondern auch für einige Fassungslosigkeit, nicht nur bei Bahnpendler*innen.

„Die CSU investiert ins Gestern, als ob es kein Morgen gäbe!“ kommentiert der grüne Landtagsabgeordnete Andreas Krahl die Meldung.
„Hier werden 108 Millionen in den motorisierten Individualverkehr investiert. Das ist unfassbar viel Geld für Mobilitätslösungen aus dem letzten Jahrhundert. Wir leiten immer mehr Autos durch immer mehr Straßen und Tunnel in die Berge und lassen gleichzeitig die Schieneninfrastruktur zerfallen. Direkt neben der B2 muss die Werdenfelsbahn im Bereich Eschenlohe das Tempo drosseln.
Tirol investiert derweil in den Ausbau des Schienennetzes und schließt seine Straßen für den Durchgangsverkehr, weil die Menschen dort ebenso wie die Menschen hier den wachsenden Verkehr einfach satthaben. Der Unterschied liegt darin, dass die Österreicher sinnvolle Alternativen ausbauen, während der Architekt des Maut-Debakels die Dankes-Bannern an den Bundesstraßen seines Stimmkreises so lieb gewonnen hat, dass er angesichts der anstehenden Wahlen in Bund und Land jetzt nicht mehr darauf verzichten möchte.
Investitionsstau im öffentlichen Verkehr und ein `die Welt ist nicht genug´ für’s Auto beschreibt die Arbeit des aus Bayern geleiteten Bundesverkehrsministeriums seit Jahren.
Und während sich der Eschenloher Bürgermeister noch freut, überlegt man in Mittenwald bereits, ob man die Bagger aus dem Tunnelbau mal ausleihen könnte, um unter dem ganzen Markt riesige Parkdecks herauszubaggern, in denen dann die Autos der Menschen stehen können, die nach der Grenze in die Bahn umsteigen sollen“, so Krahl weiter. „Das ist Sackgassenpolitik und CSU-Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler*innen, auf Kosten unserer Lebensgrundlagen und auf Kosten unserer Kinder und Enkel, deren Widerstand sich genau gegen solchen Irrsinn seit mehr als einem Jahr formiert!“

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