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Der erhobene Zeigefinger verbietet sich, wenn die helfende Hand dringend gebraucht wird!

Im Westen Deutschlands geht gerade die Welt unter. Es schüttet wie aus Kübeln. Häuser stürzen ein, Menschen werden vermisst, es gibt Tote. Zwei Feuerwehrleute verlieren im Kampf gegen die Wassermassen ihr Leben. Familien stehen vor dem Nichts. Die Infrastruktur bricht zusammen: Kein Strom, keine Notrufe, Straßensperren, Chaos. Die Menschen haben Angst. Rettungskräfte bergen Autoinsassen von den Dächern ihrer Fahrzeuge.

Ich schaue mir Bilder im Internet an, auf deren Wucht ich nur schlecht vorbereitet bin.
Ich weiß aus Erfahrung, was die Rettungskräfte vor Ort leisten und dass sie jetzt alle bis zur totalen Erschöpfung tun, was auch immer möglich ist. Nichts anderes brauchen die Menschen vor Ort: Hilfe, Unterstützung, schnelles Handeln.

Niemand der akut Betroffenen will und kann jetzt hören, dass extreme Wetterlagen die Vorboten der Klimakatastrophe sind und alles in Zukunft noch viel schlimmer wird.

Die Menschen vor Ort stehen vor einer riesigen Katastrophe, viel zu viele haben wirklich alles verloren und trotzdem fällt einigen Leuten nichts anderes ein als „Wir haben es euch seit Jahren gesagt“. Ich muss schon sagen: Ich schäme mich ein bisschen. Darüber können wir erst diskutieren, wenn die Menschen geborgen, die Toten bestattet und die Katastrophenlagen beherrschbar sind. Der erhobene Zeigefinger verbietet sich, wenn die helfende Hand dringend gebraucht wird!

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